Geschichte
| 1761 | Das Bankhaus Gebrüder Löbbecke & Co. in Braunschweig ging - wie
wohl alle Privatbanken dieser Zeit aus einer Warenhandlung hervor, die ihre Geschäfte über Wechsel
abwickelte.
Der Wandel zum reinen Bankgeschäft vollzog sich durch die Entwicklung der Industriewirtschaft mit ihrem hohen Kapitalbedarf. |
|---|---|
| 1838 | Aus dem Firmenarchiv wird ersichtlich, dass nicht nur der regierende Herzog Wilhelm sein Privatvermögen beim Bankhaus Gebrüder Löbbecke & Co. verwalten liess, sondern ebenso wohlhabende Familien der Region. Die wachsende Zahl der Kunden aus Handel und Gewerbe machten das Haus immer bedeutender. So wurden die Gebrüder Löbbecke von "Handelsherren" zu "Privatbankiers" und sollten es über Generationen bis 1930 bleiben. |
| 1892 | Unter der Ägide von Arthur und Alfred Löbbecke wurde das Gebäude auf dem Grundstück An der Martinikirche 4 errichtet, das bereits mit Telefon und elektrischem Licht sowie einer großen Schalterhalle ausgestattet wurde. |
| 1930 | Das Privatbankhaus wurde in eine Kommanditgesellschaft umgewandelt, an der sich die Braunschweigische Staatsbank beteiligte. Mit einer breiteren finanziellen Basis konnten die Geschicke der Bank von der Familie Löbbecke bis 1983 begleitet werden, zuletzt in siebter Generation von Karl-Friedrich Löbbecke als persönlich haftender Gesellschafter. |
| 1989 | Nach der Reprivatisierung im Jahre 1983 mit der daraus resultierenden Neuorientierung in den Folgejahren - in dieser Zeit wurde die Zentrale des Bankhauses nach Berlin verlegt -brachten die politischen und wirtschaftlichen Veränderungen durch den Fall der Mauer neue Herausforderungen. Die CARIPLO - Cassa di Risparmio delle Provincie Lombarde S.p.A. mit Sitz in Mailand, damals die größte Sparkasse der Welt, beteiligte sich durch den Erwerb der qualifizierten Mehrheit am Bankhaus Löbbecke & Co. als Gesellschafter. |
| 1995 | Am 4. Mai 1995 wurde die neue Zentrale des Bankhauses in der Fasanenstraße 76/78 eröffnet. |
| 2002 | Die CARIPLO S.p.A., die in der Zwischenzeit 100 % des Gesellschaftskapitals vom Bankhaus Löbbecke & Co. übernommen hatte, ging mit Wirkung zum 31. Dezember 2000 in der Banca Intesa S.p.A. auf. Am 1. Mai 2001 erfolgte die Fusion der Banca Intesa S.p.A. mit der Banca Commerciale Italiana S.p.A. |
| 2003 | Am 22. Dezember 2003 wurden alle Anteile des Bankhauses von der der Banca Intesa S.p.A. an eine 100%ige Tochtergesellschaft des Hamburger Privatbankhauses M.M.Warburg & CO KGaA verkauft. |
| 2006 |
Im Laufe des Jahres 2006 wird das Bankhaus Löbbecke in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Im August 2006 wird die BHL GmbH (ehem. VBV Vermögens- Beratungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH) auf die Bankhaus Löbbecke AG verschmolzen. Im November 2006 bezieht die Bankhaus Löbbecke AG das frisch restaurierte Behren Palais am Bebelplatz, im historischen Bankenviertel in der Mitte Berlins. |
| 2010 | Eröffnung eines Büros in Dresden. |
| 2011 | 250-jähriges Bestehen: Jubiläumsfeiern am Hauptsitz in Berlin-Mitte und am Gründungssitz in Braunschweig. |

