Luise-Löbbecke-Ring

Die Evangelische Stiftung Neuerkerode und das Bankhaus Löbbecke haben mit dem  Braunschweiger Dom im Jahre 2008 den „Luise-Löbbecke-Ring“ gestiftet. Damit sollte im 200. Geburtsjahr Luise Löbbeckes (1808 - 1892) und zugleich zum 140-jährigen Bestehen der Stiftung die historische Verbindung betont werden, die Anstoß zur Gründung Neuerkerodes durch diese  zivilgesellschaftlich engagierte Persönlichkeit gegeben hat.

Luise Löbbecke wurde in Braunschweig besonders durch ihre soziale Arbeit mit Kindern und jungen Frauen bekannt. Sie erhielt als erste Frau die Ehrenbürgerwürde der Stadt Braunschweig. Nachdem sie 1865 erfolglos ein Gesuch an das Herzoglich Braunschweigische Staatsministerium gerichtet hatte, eine Stiftung für geistig behinderte Kinder einzurichten, ging sie 1867 mit diesem Anliegen an die Öffentlichkeit. Gemeinsam mit dem Ortspfarrer von Erkerode am Elm, Gustav Stutzer, und dem Arzt Oswald Berkhan gründete sie 1868 die heutige Evangelische Stiftung Neuerkerode.

Mit dem Ring, der im Braunschweiger Dom St. Blasii verliehen wird, werden Frauen des Braunschweiger Landes für ihr gesellschaftliches Engagement geehrt. Er ist mit einem Preisgeld zur Förderung sozialer und kultureller Projekt verbunden.

Den ersten „Luise-Löbbecke-Ring“ erhielt Anja Renz, Gründerin des Vereins „Weggefährten", im Oktober 2008 aus den Händen der Bundesfamilienministerin Dr. Ursula von der Leyen. Zweite Preisträgerin wurde im Oktober 2010 Ann Claire Richter, Redakteurin der Braunschweiger Zeitung, die mit ihrer fundiert recherchierten Berichterstattung zu sozialen Themen eine vertiefte Diskussion zu Problemen unserer Gesellschaft anregt. Die Generalbundesanwältin Professor Monika Harms hielt die Festrede zur Verantwortung der Presse als „Vierte Gewalt“ in unserem Land. Im Oktober 2013 wurde der dritte „Luise-Löbbecke-Ring“ von der niedersächsischen Sozialministerin Cornelia Rundt an Véronica Scholz übergeben. Mit der von ihr gegründeten Stiftung PharmHuman betreibt Véronica Scholz unterschiedliche Projekte, z. B. die Erforschung der sicheren Medikation von Kindern, und ist – ganz in der Tradition Luise Löbbbeckes – in ein Netz von Braunschweiger Stiftungen eingebunden.

Den vierten „Luise-Löbbecke-Ring“ empfing im Juli 2015 Angelika Engel im Braunschweiger Dom von Dr. Brigitte Mohn, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung. Angelika Engel ist beim Sozialpsychiatrischen Dienst der Stadt Braunschweig für die psychosoziale Betreuung von Migranten zuständig. Seit Jahrzehnten engagiert sie sich außerdem für die Integration von türkischen Migranten. Angelika Engel ist ein Beispiel für zivilgesellschaftliches Engagement, das sich im Beruf und im Privaten verbindet.

„Angelika Engel hilft Migranten aus der Not“ von Ann Claire Richter, Artikel aus der Braunschweiger Zeitung vom 7. Juli 2015
„Unaufhaltsame Preisträgerin“, Artikel aus der Braunschweiger Zeitung vom 7. Juli 2015
„Véronica Scholz hilft kranken Kindern“ von Ann Claire Richter, Artikel aus der Braunschweiger Zeitung vom 23.Oktober.2013
„Der einzige Ausweg“ von Armin Maus, Artikel aus der Braunschweiger Zeitung vom 30. Oktober 2010
„Aus der Pressefreiheit erwächst Verantwortung“ von Reinhard Brennecke, Artikel aus der Braunschweiger Zeitung vom 29. Oktober 2010
„Anja Renz erhält den Luise-Löbbecke-Ring“ von Katja Dartsch, Artikel aus der Braunschweiger Zeitung vom 31. Oktober 2008

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